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EU-Kommission wendet sich gegen
VISA-Verrechnungsgebühren
Vorwurf der
wettbewerbsbeschränkenden Preisabsprache
Brüssel (pte, 16. Oktober 00/15:23) - Die Europäische Kommission http://www.europa.eu.int zweifelt daran, dass die derzeitige Regelung um die Verrechnungsgebühren mit dem europäischen Wettbewerbsrecht vereinbar ist. Dies gab die Europäische Kommission heute, Montag, nach eingehenden Prüfungen des Kreditkartensystems von Visa International bekannt. Zuvor hatte Eurocommerce, ein Handelsverband der europäischen Einzelhändler, bei der Kommission Beschwerde über die Visa-Regelungen eingebracht.
In der Mitteilung der Beschwerdepunkte, die nun an VISA gesandt wurde, stellt die Kommission fest, dass die Verrechnungsgebühr für internationale Transaktionen einer wettbewerbsbeschränkenden Preisabsprache gleichkomme. Die Gebühr wird für jede Karten-Transaktion von der Bank des Einzelhändlers an die Bank des Karteninhabers bezahlt. Ihre Höhe wird von Visa International festgelegt und kommt laut Ansicht der Kommission einer Vereinbarung zwischen den Visa-Mitgliedsbanken gleich. In der Praxis werde diese Verrechnungsgebühr aber auf die Einzelhändler abgewälzt.
Visa wurde nun aufgefordert, schriftlich Stellung zu nehmen, wobei Visa auch eine mündliche Anhörung beantragen kann. Zu einer endgültigen Entscheidung will die Kommission in der ersten Jahreshälfte 2001 kommen.