Werbesteuer: Freigrenze von 1.000 auf 10.000 Euro erhöht
Wirtschaftskammer fordert völlige Abschaffung der Werbeabgabe

Wien (pte, 17. November 00/11:10) - Nur wenige Monate nach der Einführung der Werbesteuer gibt es bereits erste Nachjustierungen, teilte die Wirtschaftskammer Österreich heute, Freitag, mit. Im Zuge der "Anpassung" wird nun die Freigrenze von 1.000 auf 10.000 Euro pro Jahr verzehnfacht. Durch die neue Regelung werde die Gefahr der Kriminalisierung von zahlreichen kleinen "Werbeleistern" erheblich reduziert, schreibt der Verband. Für den Fachverband Werbung und Marktkommunikation http://www.comm.or.at in der WK "ist dies ein weiterer Schritt in Richtung einer völligen Abschaffung des weltweiten Steuerunikats".

Am 1. Juni 2000 trat die fünfprozentige Werbeabgabe http://www.bmf.gv.at/steuern/getraenkesteuerpaket/werbeabgabe/_start.htm in Kraft und ersetzte die bis dahin geltenden unterschiedlichen Regelungen der Bundesländer und Gemeinden von meist zehn Prozent. Laut Fachverband Werbung und Marktkommunikation werden die Auftraggeber dadurch im Jahr 2001 in einer Größenordnung von 1,6 Mrd. Schilling entlastet. Aber auch das noch verbleibende Aufkommen von 1,2 Mrd. Schilling ist den Medien, den Kommunikationsleuten und deren Auftraggebern zu viel. Sie drängen auf eine Umsetzung der Regierungserklärung, die eine ersatzlose Abschaffung der Werbeabgabe noch in dieser Legislaturperiode vorsieht.

Mussten Sportvereine und deren Sponsoren bisher zittern, ob sie mit fünf Prozent Werbeabgabe zur Kasse gebeten werden, sind diese ab sofort befreit, wenn ein Sponsoringpaket werbeabgabepflichtige und werbeabgabefreie Leistungen beinhaltet - was fast immer der Fall sein sollte. Generell von der Werbeabgabe ausgenommen sind Sportgroßveranstaltungen. Hier geht der Gesetzgeber davon aus, dass 75% der Werbeleistung im Ausland zu sehen ist und hält solche Veranstaltungen daher nicht für werbeabgabepflichtig.

Quelle: http://www.pressetext.com/open.php?pte=001117013

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